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100 Jahre Bauhaus. Fritz Winter - ein Meisterschüler

Die Gründung des Bauhauses in Weimar jährt sich im April zum hundertsten Mal. Das Besondere an der Gründungsidee für diese revolutionäre Kunstakademie war, völlig neue Wege bei der Lehre und Ausübung nicht nur der Bildenden Kunst zu beschreiten. Man wollte eine Kunst für die Menschen schaffen, die Teil einer im optimistischen Sinne modernen Welt sein sollte.

Fritz Winter war Schüler am Bauhaus. Er stammte aus einer Bergarbeiterfamilie in Ahlen, interessierte sich jedoch schon früh für die Malerei und hatte ein beachtliches zeichnerisches Talent entwickelt. Allen wirtschaftlichen Widrigkeiten zum Trotz bewarb er sich schließlich an dieser neuartigen Akademie und studierte dort von 1927 bis 1930 - bei so bekannten Lehrern wie Kandinsky, Schlemmer und Klee.

Beseelt von einem unbändigen Wissensdurst und enormer Kreativität nahm Fritz Winter die Ideen des Bauhauses auf. In den 30er Jahren kam er zu seiner unverwechselbaren Art der abstrakten Malerei, bevor das Malverbot durch die Nazis, Kriegsdienst und anschließende Gefangenschaft eine Zäsur seiner künstlerischen Arbeit bewirkten. Dennoch gelang es ihm, im Verborgenen, zum Beispiel selbst in den Kriegswirren, zu zeichnen. So entstanden zum Beispiel unzählige der sogenannten Feldskizzen, in denen er das an der Front Erlebte unmittelbar verarbeitet hat.

Nach dem Krieg und seiner Rückkehr wurde Fritz Winter selbst Lehrender und hat sowohl als Kunstprofessor an der Akademie in Kassel als auch als bedeutender bildender Künstler in der jungen Bundesrepublik unbeirrt die Idee einer unvoreingenommenen, modernen, abstrakten Malerei weiter geführt.

Das Fritz-Winter-Haus, das 1975 von Helga Gausling, der Nichte Fritz Winters gegründet wurde, zeigt aus Anlass des Bauhaus-Jubiläums nun eine umfangreiche Werkschau des Künstlers. In verschiedene Abschnitte gegliedert werden darin die Entwicklungsschritte des Künstlers verdeutlicht, angefangen vom frühen zeichnerischen Werk, teils noch gegenständlich, über Dokumente und Bilder aus seiner Bauhaus-Zeit, frühe Erfolge in den 30er Jahren, über die Zäsur durch die Nazi-Diktatur und den Krieg bis hin zu seinen völlig freien Werken aus den 50er, 60er und 70er Jahren.

Die Ausstellung dauert vom 23.3. bis zum 31.7.2019 und wird am 23.3.2019 um 15:00 Uhr eröffnet.

Die einführenden Worte spricht Dr. Friedhelm Häring, Museumsdirektor a.D., Friedberg.

 

Abb.: Fritz Winter, "Licht", 1934, öL/Leinwand, 253 x 103 cm, WK 546a



Fritz Winter, "Licht", 1934, ÖL/Lwd., 253 x 103 cm, WK 546a




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