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Martine Andernach, Hans Jaenisch, Hans-Joachim Albrecht. Skulpturen und Bilder.

Die kommende Ausstellung im Fritz-Winter-Haus widmet sich wieder dem Thema Skulptur. Die Leiterin des Hauses, Helga Gausling, lässt im gesamten oberen Ausstellungsbereich des Fritz-Winter-Hauses Werke der Künstler Martine Andernach, Hans Jaenisch und Hans-Joachim Albrecht in einen intensiven und facettenreichen Dreiklang miteinander treten. Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede der drei künstlerischen Ansätze zu erkennen, macht die umfangreiche Ausstellung von rund 60 Exponaten für den Besucher besonders spannend.

 

Dabei sind die Künstler im Fritz-Winter-Haus und darüber hinaus keine unbekannten: Martine Andernach (geb. 1948) hatte bereits 1999 eine Einzelausstellung im Fritz-Winter-Haus und nahm 2012 an der Ausstellung „Starke Frauen“ zusammen mit Hede Bühl und Yael Niemeyer teil. Ihre Arbeiten aus Corten-Stahl oder Stein beschäftigen sich überwiegend mit der menschlichen Gestalt, die mit den Mitteln der Skulptur auf das Wesentliche, aber Entscheidende reduziert wird. Objekte und Reliefs an der Wand haben grundsätzliche Fragen zur räumlichen Wahrnehmung zum Thema.

 

Die Bronze-Skulpturen des Berliner Künstlers Hans Jaenisch (1907-1989) sind aus der Phase seiner sogenannten Temperareliefs hervorgegangen, das heißt, dass sie die Feingliedrigkeit und Betonung der Linie aus diesen plastischen Bildern in sich widerspiegeln. Die Skulpturen erzielen ihre Wirkung nicht durch Flächen oder Volumen , sondern durch den von der zarten Linie umschlossenen, nicht „greifbaren“ Raum. Helga Gausling war schon sehr früh vom Oeuvre von Hans Jaenisch fasziniert und hat im Fritz-Winter-Haus bereits zahlreiche Ausstellungen des Künstlers organisiert. So war es für sie selbstverständlich, vor sieben Jahren die Pflege und Aufarbeitung des künstlerischen Nachlasses von Hans Jaenisch zu übernehmen und im Haus zu archivieren.

 

Auch Hans-Joachim Albrechts (geb. 1938) Arbeiten waren bereits 2002 im Fritz-Winter-Haus zu sehen. Er arbeitet überwiegend mit Stahl, dessen Oberfläche, anders als bei Martine Andernach, glatt und farbig ist. Ähnlich wie der Künstlerin geht es Hans-Joachim Albrecht ebenfalls um Fragen der menschlichen Physis, wobei sein Focus weniger auf der Gesamtheit der menschlichen Gestalt und mehr auf symbolhaften Teilen wie Kopf oder Hand liegt. Diese wirken auf den ersten Blick geradezu anatomisch präzise analysiert, doch in der Gesamtansicht der miteinander komponierten Stahlflächen- und Platten kann der Betrachter meist eine ihm vertraute Geste oder Körperhaltung, wiedererkennen.

 

Die Ausstellung wird am 16.09.2017 um 15 Uhr eröffnet. Die einführenden Worte spricht:

Dr. Arie Hartog, Direktor des Gerhard-Marcks-Hauses, Bremen.

 

Dauer der Ausstellung bis zum 20.12.2017.

 

Abbildung oben (von links nach rechts):

1. Martine Andernach, "Clara", 2015, Corten-Stahl,

160 x 26 x 22 cm

2. Hans Jaenisch, "Stier sich wendend", 1950, Bronze,

Höhe 35 cm, Wk-Nr. S 27

3. Hans-Joachim Albrecht, "Maske über Hand", 2012, Stahl,

92 x 49,5 x 16 cm



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